Geduld

... keine Zeit zu haben oder eben Ungeduld.

Ein typisch menschliches Gefühl. Weil wir so gut darin sind, übertragen wir es auf unsere Tiere.

Drängelt der Hund an der Tür, weil er schnell raus muss oder weil seine Menschen nur 30 Minuten Zeit haben, bis sie zur Arbeit müssen ?

Kratzt das Pferd am Anbinder, weil es frech ist oder spiegelt es die Unruhe seiner Umgebung wieder - die Reitstunde hat schließlich nur
60 teure Minuten, in denen geritten werden soll.

Reiten lernt man nur durch reiten, richtig, viele Voraussetzungen dafür aber im Alltag. Ich übe in vielen Situationen Geduld. Meine Kinder helfen mir dabei sehr intensiv. Genauso wie meine Allergie, der Stau auf den Straßen, das Warten bis ein Pferd sich entspannt, die Zeit, die vergeht bis ein Ziel erreicht ist. Je mehr Zeit wir geben, desto besser weden die Ergebnisse. Sicher kann ich durch entsprechendes Training schnell die Erfolge erzielen, die ich will. Ich kann aber auch die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen und meinem Pferd die Zeit geben, die es braucht. Dann wird es alles für mich tun. Weil mein Pferd es will.

Also, Zeit ist Geld - mag sein, interessiert unsere Pferde aber nicht. Für sie ist Zeit nur der Moment, in dem sie leben.